Steuern bei FIFA Ultimate Team – Warum existiert die EA Tax?

FIFA Ultimate Team: FIFA 20-Logo mit Coins und Points
Bildquelle: EA Sports

Der Modus „FIFA Ultimate Team (FUT)“ ist mit Abstand der beliebteste Part der Fußballsimulation von Electronic Arts und weist aufgrund seines Aufbaus ein eigenes Wirtschaftssystem auf. Spieler, Stadien, Logos und diverse Verbrauchsgegenstände können auf dem Transfermarkt gekauft oder verkauft werden. Dabei unterliegen die Transaktionen einer Steuer, die vom Erlös prozentual abgezweigt wird. Auf der einen Seite ist das ärgerlich, auf der anderen Seiten jedoch zwingend erforderlich.

Der finanzielle Teil des Lebens kommt in keinen Bereich ohne eine entsprechende Steuer aus. Sie wirken auf den ersten Blick unnütz, haben aber in der Regel ihre Daseinsberechtigung. Das trifft auch auf die EA Tax bei FIFA Ultimate Team zu. Wer einen Spieler für 50.000 Münzen verkauft, findet auf seinem Konto nicht die volle Summe wieder. Electronic Arts verlangt eine fünf Prozent Steuern bei jeder Transaktion. So bleiben von den 50.000 Münzen nur 47.500 übrig.

Da die Besteuerung prozentual vonstattengeht, fällt sie besonders bei höheren Beträgen schwer ins Gewicht. Wer im großen Stil handeln möchte, um große Summen für die besseren Spieler zu erwirtschaften, muss daher immer die fünf Prozent Abgabe im Auge behalten.

Der Grund für die EA Steuer

Aus der Sicht vieler Spieler ist der Teilverlust des Verkaufserlöses völlig unverständlich. Jedoch ist die Steuer keiner Willkür seitens EA unterlegen, sondern ein notwendiges Mittel, um die Geschehnisse auf dem Transfermarkt zu regulieren. Ohne die Steuer würde der Markt eine starke Inflation zu spüren bekommen, wodurch die Preise für die einzelnen Karten enorm steigen würden.

Der Grund dafür liegt darin, dass Spieler für das Absolvieren einer Partie jedes Mal Münzen erhalten, die Anzahl der Karten in FUT allerdings nicht proportional steigt. Auf diese Art und Weise hätte jeder einzelne Nutzer mehr Coins auf dem Konto. Das lässt die Nachfrage steigen und jagt die Preise in die Höhe.

Diese Kausalitätskette basiert auf keiner theoretischen Kalkulation, sondern ist Teil des realen Wirtschaftssystems. Der Transfermarkt bei FUT ist zwar ein verhältnismäßig kleines Abbild dieses Systems, dennoch greifen auch hier die Spielregeln der Wirtschaft. Darüber hinaus vermeidet die Steuer bis zu einem gewissen Grad einen Trade-Wahnsinn, der sich z.B. durch zweifelhafte Methoden wie Price Fixing kennzeichnet. Auch das verlustfreie Handeln zwischen Freunden wäre ohne die Steuer problemlos möglich. All das liegt nicht im Interesse des Entwicklers.

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