Olympische Spiele – IOC erwägt Einbindung von eSports

Ringe der Olympischen Spiele
Bildquelle: Agzam / Pixabay

Der eSports hat trotz seiner Marktentwicklung noch immer mit großen Vorurteilen zu kämpfen und ringt in vielen gesellschaftlichen Bereichen um soziale Akzeptanz. Insbesondere die Diskussion um die Sportdefinition kochen in regelmäßigen Abständen immer wieder hoch. Schuld daran ist auch das IOC, dass sich in der jüngeren Vergangenheit gegen die Aufnahme des eSports in das Portfolio der Olympischen Spiele ausgesprochen hat. In Lausanne fand nun das 8. Olympische Gipfeltreffen statt, um abermals über die Einbindung des eSports zu diskutieren.

Der Olympische Gipfel behandelt aktuelle und relevante Themen, die für die Zukunft der Olympischen Bewegung eine wichtige Rolle spielen. Bei der letzten Zusammenkunft richtete der IOC seinen Fokus auch auf die Themen eSports und Gaming. UCI-Präsident David Lappartient, der als Vorsitzender der Verbindungsgruppe für eSports und Gaming fungiert, machte sich in seinem Bericht für die Förderung des Olympischen Sports und der Olympischen Werte im eSports stark.

Der Gipfel sieht vor allem in Spielen, die reale Sportarten simulieren, großes Potenzial für die Zusammenarbeit und die Einbindung. Die Sportsimulationen würden dank Virtual und Augmented Reality die jeweiligen Sportarten nachahmen und damit im gleichen Atemzug immer physischer werden.

Das Komitee des Gipfeltreffens einigte sich auf die Ausarbeitung von Leitlinien, die für nachhaltige Beziehungen zwischen den einzelnen Interessengruppen des Sports und den Gemeinschaften im eSports entwickelt werden sollen. Speziell ein stetiger Dialog zwischen den Parteien sei ein essenzieller Faktor, um einen kontinuierlichen Annäherungsprozess zu gewährleisten. Nur so könnten strategische Partnerschaften entwickelt werden, die Plattformen und Events hervorbringen.

Einklang von Gaming und Gesundheit

Großen Fokus richtet das Komitee nach eigener Aussage auf die körperliche und geistige Gesundheit der eSportler. Diesen sollen neben dem Gaming auch anerkannte Sportarten ausüben, um einen gesundheitsfördernden Lebensstil anzunehmen.

Ein großer Streitpunkt im gesamten Diskurs ist die Gewalt in manchen Spielen, die in früheren Erklärungen des IOCs immer wieder kritisch beäugt wurde. Die Organisation wird nicht müde zu betonen, dass Gewalt nicht mit den Werten der Olympischen Spiele vereinbar wäre. Dadurch richte sich die Fokussierung des Eingliederungsprozesses nur auf die Sportspiele.

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