eSports – DFL wirbt um mehr Akzeptanz in der Gesellschaft

Logo der „Virtual Bundesliga“ aus dem Bereich eSports
Bildquelle: DFL

Das Thema eSports hat in vielen Teilen der Gesellschaft noch immer mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Das „Zocken“ wird häufig abwertend interpretiert und mit zahlreichen Stigmatisierungen in Verbindung gebracht. Obwohl der eSports mittlerweile zu einem riesigen Markt herangewachsen ist, bleibt der gesellschaftliche Tenor in vielen Bereichen negativ. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will entscheidend dagegen vorgehen und hat für mehr Akzeptanz gegenüber eSports in der Gesellschaft geworben. Vor allem der Abbau von Vorurteilen sei dabei essenziell.

Der DFL hat längst das Potenzial des elektronischen Sports erkannt und zusammen mit Spieleentwickler Electronic Arts (EA) die „Virtual Bundesliga“ im Jahre 2012 ins Leben gerufen. Dabei werden die Bundesligavereine digital von eSportlern vertreten, die sich in der bekannten Fußballsimulation „FIFA“ messen.

DFL und ESL kämpfen gegen Vorurteile gegenüber eSports

Im Rahmen des SID-Events „Mixedzone Sport“ in Köln haben sich die DFL und Turnierveranstalter ESL für mehr Akzeptanz gegenüber eSports in der Gesellschaft stark gemacht. Der Geschäftsführer der DFL Digital Sports, Andreas Heyden, äußerte sich zu dem Thema.

„Es ist wichtig, dass gewisse Vorurteile abgebaut werden. Wenn man sieht, wie eSportler trainieren und welche Leistungen sie vollbringen, fällt es mir sehr schwer nachzuvollziehen, warum eSport kein Sport sein sollte.“

ESL-Sprecher Christopher Flato resümierte, dass man mit Blick auf die nächsten Jahre auf einem guten Weg sei. Mittlerweile sei der eSports kein fremder Begriff mehr in der Gesellschaft und habe einen gewissen Status erreicht. Da das Interesse sowohl in der Politik als auch in den Medien gestiegen ist, sei die Branche auf einem guten Weg.

„Die Zuschauerzahlen, Preisgelder und die gesellschaftliche Akzeptanz werden steigen“, meinte Flato. „Auch der demographische Wandel spielt uns in die Hände. Die jüngeren Generationen sind mit dem digitalen Wandel vertraut. Plattformen wie Twitch oder YouTube sind tief in der Jugendkultur verankert, da ist der Schritt zum eSports nicht mehr weit“.

Der öffentliche Umgang mit der „Killerspiel-Debatte“ war dem ESL-Sprecher ebenfalls ein wichtiges Anliegen: „Boxen, wo auch mit voller Gewalt ins Gesicht geschlagen wird, ist von der Gesellschaft anerkannt. Also warum auch nicht virtuelle Sportarten? Es gibt in keinem anderen Land der Welt einen derartigen Diskurs“.

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