Ausgeschüttete Preisgelder – Fortnite überholt Counter-Strike: Global Offensive

Logo der Fortnite World Cup Finals

In Sachen Preisgeld überbietet sich die eSports-Branche seit Jahren immer wieder selbst und setzt regelmäßig interne Rekorde. Eines der Flaggschiffe der Branche, Counter Strike: Global Offensive, musste sich nun dem Battle-Royale-Shooter Fortnite geschlagen geben. Der Titel von Epic Games hat laut Esport Earnings das zweithöchste Gesamtpreisgeld aller Zeiten ausgeschüttet und damit CS:GO verdrängt. Unangefochten auf Platz eins steht immer noch Dota 2.

Nach dem rasanten Aufstieg gipfelte der Hype um Fortnite im Juli im Fortnite World Cup, der einen erheblichen Anteil am finanziellen Meilenstein hatte. Damit hat Fornite binnen eines Jahres mehr Geld an die Spieler verteilt als andere eSports-Titel in mehr als sieben Jahren. Viele andere eSport-Events können mit den Summen nicht mithalten.

Die Turnierstruktur von Counter Strike: Global Offensive ist zwar anders aufgebaut und erstreckt sich auf wesentlich mehr Veranstaltungen über das ganze Jahr, aber selbst die Top-Teams der renommierten Major-Turniere bekommen im Vergleich nur eine Million US-Dollar.

Wachablösung vollzogen?

Die eSport-Historie von Counter Strike reicht mittlerweile fast 20 Jahre zurück. Der Online-Taktik-Shooter aus dem Hause Valve und Hidden Path Entertainment befindet sich mit Global Offensive in der bereits vierten Ausgabe. Gerade deswegen kann die Reihe als Mitbegründer der eSports-Szene betrachtet werden.

Obgleich der prestigeträchtigen Vergangenheit kann Counter-Strike aktuell nicht mit den immensen Summen konkurrieren, die Epic für Fortnite bereitstellt. Der finanzielle Umfang soll zudem noch erweitert werden. Schon während des World Cups kündigte Epic einen weiteren Wettbewerb, die Fortnite Champions Series (FNCS), an. Insgesamt soll ein Preisgeldpool von rund zehn Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt werden.

Die erste Ausgabe der FNCS wurde bereits ausgespielt und hat Fortnite im Preisgeld-Ranking auf Platz zwei katapultiert. Eine Differenz von knapp 180.000 US-Dollar machte den entscheidenden Unterschied aus, um Counter-Strike auf den dritten Platz zu verweisen. Mit den eingerechneten Twitch Rivals kommt Fortnite nun auf ein Gesamtpreis von 84.254.382 US-Dollar.

Die Jagd nach Preisgeldern

Der anfängliche Hype um Fortnite mag zwar mit der Zeit etwas abgeflacht sein, das zeigt auch das Stream-Ranking bei Twitch, doch der Battle-Royale-Shooter hat seine Position in der kompetitiven eSports-Szene längst gefestigt. Daher kommt es wenig überraschend, dass weitere FNCS-Saisons in Planung sind und den Vorsprung in Sache Preisgeld weiter ausbauen könnten.

Die nächste Ausgabe wurde zwar offiziell bestätigt, genaue Details wurden noch nicht bekannt gegeben. Lediglich die Fokusumstellung von Trios auf Vier-Spieler-Squads ist bis lang als relevante Information durchgesickert. Wann hingegen die neue Saison losgeht, steht noch in den Sternen. Nichtsdestotrotz dürfen sich die antretenden Spieler bei der nächsten FNCS wohl wieder über ein üppiges Preisgeld freuen. Bis zu den Dimension von Dota 2 wird es aber wohl noch ein langer Weg sein.

Das MOBA von Valve bewegt sich mit einem Preisgeld von über 216 Millionen US-Dollar außerhalb der Reichweichte der Konkurrenz. Das Main-Event von Dota 2 ist die Weltmeisterschaft The International, die jährlich stattfindet. Allein die diesjährige Veranstaltung wartete mit einem Preispool von 34,3 Millionen US-Dollar auf, der zum großen Teil von der Spielerschaft in Form des Battle Pass zusammengetragen wird. Auf absehbare Zeit dürfte Dota 2 weiterhin von der Spitze des Preisgeld-Rankings im eSports grüßen.

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